Batterieladegeräte, Netzgeräte, Steckernetzgeräte, Wechselrichter, Notstrom DC-UPS von Friis Electronic
Was man über Blei-Batterien wissen sollte:

Die Bleibatterie wurde vor über 140 Jahren erfunden (für jene, die es exakt wissen wollen: 1860), lange bevor die ersten Automobile unsere Straßen unsicher machten. In den ersten 30 Jahren führte die technische Entwicklung zu einer Batterie, wie wir sie heute kennen. Danach ging es fast ausschließlich um die Senkung der Herstellungskosten. Die Chemie der Batterie ist von Anfang an gleich geblieben. Die Fähigkeit der Batterie, Ladung zu entnehmen, hat sich nicht nennenswert geändert. Wir wollen Ihnen deswegen einige einfache Fakten nahebringen, die man beachten sollte, wenn man gute Ladung und maximale Lebensdauer einer Batterien erreichen will.

Was bekommen Sie für Ihr Geld?
Wenn man eine Bleibatterie kauft, auf der 100Ah angegeben sind, bedeutet dies eine Kapazität der Batterie von 100 Amperestunden.Theoretisch sollte man also 5 Ampere in 20 Stunden verbrauchen können (5A x 20h = 100Ah).
Die Realitat sieht allerdings etwas anders aus: Eine typische und unangenehme Eigenschaft der Bleibatterie ist die Verkürzung der Lebensdauer, wenn man sie zu mehr als 50% entlädt. Daher hat man eigentlich nur 50Ah bekommen, obwohl man glaubt, 100Ah gekauft zu haben.
Eine andere, chemisch bedingte Eigenschaft der Bleibatterie ist, dass die Aufladung bis 80 –  85% sehr schnell geht, während die restlichen 15 – 20% sehr lange dauern (8-16 Stunden), abhängig von der Größe des Ladegerätes. Die Batterie baut einen inneren Widerstand auf, und deswegen werden die meisten Batterien nie vollgeladen, oft nur bis zu 85%. Betrachtet man die vorgenannte Berechnung, sieht man, dass auch im oberen Bereich 15Ah fehlen.
Folgedessen kann man tatsächlich nur 35Ah einer 100Ah Batterie wirklich nutzen.
Wählen Sie nie eine zu kleine Batterie!

Haben Sie ausreichend Zeit zur Verfügung, um die Batterie voll zu laden, ist es empfehlenswert, nur die Hälfte des angegebenen Nennwertes als verfügbar zu betrachten. Braucht man 100Ah, so sollte man eine Batterie mit Nennwert 200Ah anschaffen.
Wenn eine Batterie zwischen jeder Entladung nicht mehr als 8 bis 10 Stunden geladen wird, hat die Batterie nicht genügend Zeit, die letzten 15-20% ihrer Kapazitat zu erhalten. In diesem Fall sollte man eine Kapazität von 300Ah wählen, um einen Bedarf von 100Ah sicher abdecken zu können

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Achten Sie auf die richtige Ladespannung!

Eine normale Bleibatterie fordert eine Ladespannung von 14,4V bei Raumtemperatur. Bei niedrigeren Temperaturen muss die Ladespannung erhöht werden.
Eine Untersuchung, durchgefuhrt von NAF, hat die durchschnittliche Ladespannung von Lichtmaschinen in Autos in Norwegen mit 13,8V festgestellt. Hier können Probleme, besonders für Fahrzeuge mit hohem Stromverbrauch, entstehen.
Wir schlagen zwei Maßnahmen vor: Laderegler oder Erhaltungsladegerät (siehe dazu auch LADix-system). Der Laderegler sorgt für die richtige Ladespannung der Lichtmaschine und das Erhaltungsladegerät hält die Batterie im geparkten Zustand voll geladen.

Wartung von Batterien

Während des Ladevorganges findet ein chemischer Prozess statt, bei dem unter anderem explosive Gase entstehen. Hat man keine ventilierte Batterie, die die Gase in Wasser verwandelt und wiederverwendet, können die Gase in die Luft entweichen.
Der Wasserverlust muss ersetzt werden. Werden die Batterien täglich benutzt, empfehlen wir den Wasserstand monatlich zu kontrollieren. Werden die Batterien mit destilliertem Wasser nachgefullt und die Pole mit korrosionshemmendem Fett z.B. Vaseline eingerieben, kann eine Batterie viele Jahre verwendet werden.

Wartungsfreie Batterien

Wartungsfreie Batterien verbrauchen auch Wasser. Sie müssen nicht so oft wie die normalen Batterien nachgefullt werden. Trocknen Batterien aus, werden sie frühzeitig defekt. Ganz wartungsfrei sind sie nicht, sie haben nur weniger Durst.

  
TEST:    
Stromverbrauch in Rettungsfahrzeugen
 
Autos:    
Nr. 1 :    MERCEDES 260 (Miessen, Ambulanzchassis)
Generator BOSCH 90A
 
Nr. 2 : CHEVROLET G 20 (Benzinmotor)
Generator DELCO 100A
 

Test ausgeführt von Paul Rosenquist, LADAC PRODUCTS
Ort: VBK, Rettungsfahrzeughersteller

Stromverbrauch gemessen:
                             
      MERCEDES 260      CHEVROLET G20
Hauptstrom ausgeschaltet 0,2A 0,5A
Parklicht 4,2A 4,9A
NORMALBETRIEB (Motor läuft)
inkludiert Strom für Zündungssystem,
Heizungsgebläse Stellung 1
Heizung im Krankenabteil
Radio, Funk
Licht im Krankenabteil und
Scheinwerferlicht
 
28A 37A
EINSATZZUSTAND
inkludiert Strom für alle
Funktionen wie oben außer
Normalscheinwerfer, dazu kommt
Fernlicht mit Extrascheinwerfer,
Blaulicht und Sirene
 
Zusätzlich braucht man Strom für
Extraausstattung wie:
 
Infusionsflüssigkeitswärmer
Mobiltelefon
Ladestrom für Heart-start
Monitorausrüstung (Pro-Pak o.ä.)
elektr. Absauger
tragbare Funkgeräte
Personensuchgeräte
Mag-Lite
 
75A 96A
STROM EXTRAAUSSTATTUNG
durchschnittlich geschätzt auf
 
10A 10A
Summe Stromverbrauch
Normalzustand
 
38A 47A
Summe Stromverbrauch
Einsatzzustand
 
85A 106A
Maximaler Stromverbrauch:
wenn alle Stromverbraucher eingeschaltet sind und zusätzlich Arbeitsscheinwerfer und Heizungsgebläse voll läuft
 
110A 149A
STROMZUFUHR von Generator           Leerlauf      1500 r.p.m.   3000 r.p.m. 
Mercedes 260 65A 79A 90A
Chevrolet G20 75A 85A 92A

Es sollte bei beiden Fahrzeugen beachtet werden, daß die Spannung, die vom Generator geliefert wurde, nur 12V im Einsatzzustand betrug und bei Normalzustand nur einige Zehntel höher war. das heißt, daß bei Normalfahrt wenig Strom der Batterie zufließt.
 
Für den Chevrolet wird das Verhältnis Ladung und Verbrauch bei Überlandfahrten weiter verschlechtert, da dieses Fahrzeug mit Overdrive ausgestattet ist. Der Motor wird bei 80 km/h mit eingeschaltetem Overdrive eine Drehzahl von etwa nur 1300 erreichen, das entspricht in etwa einem hohen Leerlauf. 

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